Donat-Cattin, Carlo
(26. Juni 1919, Finale Ligure – 17. März 1991, Montecarlo)

In Turiner katholischen Organisationen ausgebildet, gewidmete er sich der  Philosophie, der Wirtschaft und Politik. Schon seit seiner Jugend pflegte er seine Leidenschaft für Journalismus.

1940 wurde er zu den Waffen gerufen und handelte in der Widerstandsbewegung Piedmonts im Canavese Gebiet.

Nach dem Krieg fing er wieder im Journalismus tätig zu sein. Er arbeitete vorwiegend mit der Turiner Zeitung „Il Popolo nuovo“ (Das neue Volk) zusammen. Zwischen 1948 und 1956 übernahm er verschiedene gewerkschaftliche Aufgaben, nämlich wurde er zu Sekretär der LCGIL und der CISL Verbände genannt. Gleichzeitig verstärkte er sein politisches Engagement bei der Christlich- Demokratische Partei Italiens sowohl als Verordnete im Gemeind- und Provinzrat als auch als Vertreter im Nationalrat. 1958 wurde er zu Abgeordnetem und 1979 zu Senator ernannt. Von 1978 bis 1980 war er Vizesekretär der Christlich- Demokratische Partei Italiens. In der Partei vertritt er die soziale Linke verknüpft mit der sozialen und gewerkschaftlichen Geschichte der katholischen Bewegung geäußert durch „Forze nuove“ (Neue Kräfte), wovon Donat-Cattin unangefochtener Führer war. Aufmerksam auf das Flechten zwischen Politik und Kultur gründete er etliche Zeitschriften, u.z. „Settegiorni“ (1967-1974), „Terzafase“ (1983-1993) und auf regionaler Ebene „Lettere piemontesi“ (1982-1993).

Besonders intensiv war seine Erfahrung im Rahmen der Regierung. Untersekretär der Staatlichen Beteiligungen zwischen 1963 und 1968 rückte er der Aufmerksamkeit des Landes als Arbeitsminister (1969-1972) besonders im schweren gewerkschaftlichen Zeitraum 1969, geendet mit der Verabschiedung des Arbeitnehmerschutzgesetzes. Später wurde er zu Minister für außerordentlichen Maßnahmen im Süditalien (Juli 1973 – März 1974), zu Industrieminister (November 1974- November 1978), zu Gesundheitsminister (August 1986 – Mai 1989) und wiederum zu Arbeitsminister (ab 1989) ernannt.

Seine politische Erfahrung wurde von einigen ständig bekräftigten Aktions- und Gedankenrichtungen geprägt: Anstrengung die Soziale Frage als Brennpunkt aller politischen Richtungen zu legen, Schlichtung von Solidarität und Freiheit sowie Treue der demokratischen Methode und den Staatswerten gegenüber.

 

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